Dienstag, 16. Juli 2013

Wilde Jagd im Pfälzer Wald- oder- ungewollter Tempolauf

Es sprach einiges für einen gemütlicheren Lauf heute. Es war warm (25°) , es zeigte sich kein Wölkchen am Himmel und ich war spät dran. Außerdem lief ich schon am Mittwoch, Freitag und Samstag und am Sonntag fuhren wir 60km mit den Pedelecs. Also ruhig war heute das Motto.
Um der Sonne ein bisschen zu entgehen statete ich unten im Tal. Doch schon als ich nur mit dem Auto dort parkte, hingen sofort einige Bremsen an den Scheiben und versuchten in Innere zu kommen. Na toll!
Also schnell raus und gleich los! Ich wusste aus Erfahrung die Dinger können nicht bei etwa 5:15/km mithalten. Doch irgendwie waren diese Mistviecher entweder aus Jamaika und waren dort im Sprinttraining bei Mister Powell gewesen oder die waren einfach seeehr hungrig. Jedenfalls hatte ich richtige Schwärme um mich herum. Sie flogen mich an, versuchten in dem spärlichen Haarwuchs an die Kopfhaut zu kommen und warteten darauf, dass ich langsamer wurde. Von wegen! Nicht mit mir! Ich beschleunigte notgedrungen-doch jetzt wurden die erst richtig wild! Nächster Kilometer  in 4:44 und sie blieben dran! Also dann eben raus aus dem Wald auf die Landstraße. Hier knallte natürlich um 11.00 Uhr so richtig die Sonne auf den Teer. Egal-Hauptsache ohne Bremsen und Schnaken. Scheinbar hatten aber diese blöden Dinger denn Satz zu hören bekommen von ihren Partnern: "Komm mir ja nicht ohne frisches Blut nach Hause! "Sie blieben bei mir. Ich hatte auch etwas Rückenwind und sie damit auch. Doch nach etwa 5km wurde es weniger, sie gaben auf-dachte ich. Denn ich wollte, musste ja auch wieder zurück. Einen anderen Weg gab es nicht. Als Stopp, 180° gedreht und los-fast so wie die Schwimmer bei ihrer Kehrtwende unter Wasser. Nun hatte ich Gegenwind, was mich zwar auch kühlte, aber eben auch bremste. Und kaum kam ich wieder Richtung Wald und neben mir plätscherte der Blümelbach, waren sie auch wieder da! Die Wasserbüffel und Pferde die da so rumstanden waren ihnen wohl nicht genug. jedenfalls gab es ein lautes "Hallo" und die Jagd begann von neuem.
Ich war müde, wollte eigentlich nicht mehr so richtig, doch mir blieb keine Wahl. Noch zwei Kilometer-ich ging schon mal im Geiste den Bewegungsablauf durch wie ich geschmeidig und wieselflink am schnellsten ins Auto käme, als eines der Mistviecher mich dann doch erwischte-linker hinterer Oberschenkel! Der letzte Kilometer war zu langsam -4:55/km. Sauviecher! Wer auch immer da oben für die verantwortlich ist, ob Gott, Allah oder irgendeine indische Gottheit wollte nicht nett zu uns  Läufern sein-oder uns einfach antreiben! Walker werden übrigens nicht genommen von den Bremsen-die bewegen sich zu langsam und blutsuchende Insekten verwechseln sie dann mit toten Tieren! Walker werden vermehrt von Ameisen und Schnecken angefallen.
Nach 10,3 km war ich dann am Auto, flutschte hinein, schlug den Bremsen die Tür vor der Nase zu, Klimaanlage auf Sibirien und ab heim! 
10,22km in 49:17 sind jetzt nicht sensationell aber für heute reichte es mir.Muss ja heute Mittag noch arbeiten.
Die folgenden Bilder wurden am Mittwoch (mit dem Laufteam Pirmasens), am Freitag (mit Hans und Stefan auf dem Felsentrail) am Samstag bei den 22km mit Pia und am Sonntag bei der Pedelectour gemacht. Heute hatte ich keine Gelegenheit dazu. Wer weiß wievielen Stechmücken ich als Lunch gedient hätte!

Mittwoch mit der Laufteam Pirmasens :

 Am Freitag auf dem Felsentrail:

 Samstag mit Pia,Ulrike und Anja

Sonntag mit Freunden auf der Pedelectour

Bin gespannt was diese Woche bringt!

Kommentare:

weinbergschnecke hat gesagt…

:lol:

Vielleicht sind viele Läufer im Pfälzerwald gedopt, so dass die Bremsen, Schnaken und sonstiges Getier das, was schneller macht, mit ihrer täglichen Nahrung aufnehmen! ;-) Dass du nicht am unteren Ende der Nahrungskette stehen wolltest, kann ich gut nachvollziehen!

Liebe Grüße,
Anne

Claudi hat gesagt…

Wow... was ein Lauf. Und das alles wegen den "Bremsen". Schon lustig, dass Dich gerade Bremsen so antreiben. ;-)

Schön, dass Du nur eine abbekommen hast.
Viele Grüße!

Pierle hat gesagt…

Mist, muß man echt in einem 4:XX-Tempo laufen, um den Viechern zu entkommen. Dabei wollte ich nachher doch einen ruhigen Lauf machen ;-)

LG
Carsten

Martin hat gesagt…

@Anne:
Das könnte natürlich auch sein-es fährt ja so ein ehemliger Zour de France Teilnehmer hier öfters durch den Wald :-)
@Claudi:
Die eine hat auch wieder gereicht :-)
@Pierle:
Ja diese Mistdinger scheinen immer schneller zu werden. Auch am Sonntag bei der Radtour haben sie uns teilweise begleitet. Und wie war dein "ruhiger Lauf" ?

lizzy hat gesagt…

wer in so'ner Gegend wohnt, braucht nun wirklich eigentlich nicht mehr in Urlaub fahren!

Martin hat gesagt…

Na so ab und zu muss auch mal was anders her:-)