Gerade gegen Ende des Jahres häuften sich die schlechten Nachrichten. Trauer um einen gestorbenen Menschen, um sterbenskranke Menschen, um Menschen die von anderen hintergangen worden sind und um Menschen die selbst nicht weiter wissen. Helfen ist schwer, oft kann man einfach nur anwesend sein, zuhören, mitfühlen, versuchen Kraft zu schenken. Trotzdem stellt sich eine gewisse Hilflosigkeit ein.
Dagegen stehen viele schöne Momente, verrückte Momente, Momente in den man feststellte , dass man wirklich Freunde hat, dass man neue dazugewonnen hat. Mit denen man lachen kann, mit denen man jeden Mist machen kann. So soll es bleiben.
Auch dieses Jahr blieb ich von Erkrankungen zum Glück verschont, nur das Zwicken im linken hinteren Oberschenkel will einfach nicht aufhören. Aber sonst : Glück gehabt. Wir beide haben unsere Berufe, können arbeiten, wogegen andere ihren Job verloren- ohne Aussicht so schnell einen neuen zu finden.
Sportlich gab es vieles diese Jahr -nur keine neue PB beim Marathon. Gerade der letzte Versuch in Frankfurt schmerzt immer noch. Dafür zwei wunderbare Marathon die ich nicht voll lief sondern auf Genuss. Der eine in Füssen, den ich zusammen mit Peter laufen konnte, in einer wunderbaren Landschaft, ein Lauf zum schwärmen. der andere im Hunsrück, bei dem ich mich 30km zurückhielt um dann auf den letzten 10 so richtig Gas zu geben. Das hat einfach irrsinnig Spaß gemacht, so locker zu beschleunigen und die anderen einzuholen. Dazu noch das wahnsinnige Finish gegen einen HM-Läufer-die Gedanken gehen gerne zurück. Der Marathon in Mainz war so lala, weder Fisch noch Fleisch, der Marathon in Berlin war zwar ein gewaltiges Ereignis- aber für mich zu viel Masse, zu wenig Platz, zu lange Wege. Wahrscheinlich waren die 5 Marathon dieses Jahr etwas viel- wenn man eine neue PB schaffen will, nicht aber wenn man einfach Spaß am Laufen hat.
Zwei Dinge, auf mein Laufen bezogen, haben mich aber besonders gefreut. Zum ersten meine neue PB über 10km (mit der ich gar nicht mehr gerechnet hatte) und meine 2400km die ich dieses Jahr (genau gestern) gelaufen bin. Auch dies ein neuer Rekord für mich. Aber es gab auch Ereignisse die mich in Puncto Laufen noch mehr gefreut haben.
Dieses Jahr lief Pia seit Februar regelmäßig und hat ihren ersten HM bestritten. Dazu kam noch eine neue PB über 10km und- und das war die Krönung- der erste Platz bei den Frauen beim Volkslauf in Hinterweidenthal.
Mit dazu beigetragen hat bestimmt auch die Laufgruppe mit der wir unter der Woche unterwegs sind. Mit Ihnen hat man einfach viel Freude und Abwechslung, die das Laufen einfach noch leichter machen. So geht es mir mit Hans. Ich weiß nicht wie oft ich nicht gelaufen wäre, oder weniger als geplant, wäre er nicht immer da. Auf ihn kann man sich einfach verlassen. Da er nun auch so einen Trink-Rucksack geschenkt bekam, stehen noch längeren Touren eigentlich nichts mehr im Weg. ;-) Nur gestern morgen als ich bei 0° und strömenden Regen 20km über noch gefrorene Trails lief (einmal hat´s mich hingelegt ;-) ) , war er lieber im Geschäft. Finde das ist ne faule Ausrede. War aber schon grenzwertig- der Lauf gestern morgen, denn zum größten Teil ging es rechts vom schmalen Pfad viele Meter steil bergab und ein Ausrutscher wäre nicht schön geworden. Dazu war natürlich kein Mensch unterwegs und der Weg ziemlich abseits. Und viel Wasser gab es unterwegs, nicht nur von oben

Nach den 20km morgens, traf sich unsere Truppe abends auf dem Horeb noch zu einem Bergtraining. Dieses Mal wurden es nur 6,5km aber erstens wurden nun alle nass (auch Hans, der keine Mütze dabei hatte) und zweitens waren einige Anstiege dabei.Also war´s das nun ? Nein nicht ganz. Pia und ich werden morgen früh noch ein Läufchen machen :-)
Aber auch sonst wird mir dieses Jahr in Erinnerung bleiben, vor allem wegen seiner vielen schönen Momente. Aber auch die nachdenklichen werden nicht vergessen werden, denn nur durch sie werden wir stärker, können uns über schöne Zeiten mehr freuen, können Freude weitergeben.
Vielleicht stelle ich am WE noch ein paar Bilder des Jahres zusammen, weiß es aber noch nicht genau. Auf jeden Fall werde ich aber das neue Jahr so beginnen wie das alte aufgehört hat -auf zwei Beinen, unterwegs zu neuen Taten.
Ich wünsche Euch allen, dass ihr ein herrliches 2010 erlebt. Dass die positiven Erlebnisse bei weitem überwiegen, und ihr am Ende sagen könnt : Das war ein gutes Jahr!




