Mittwoch, 30. Dezember 2009

War´s das ?

In den letzten Zügen liegt es nun da. das Jahr 2009. Wieder ein weiteres Jahr vorbei, viel erlebt, manches nicht erreicht, manches geschafft, Ziele verschoben, Ziele neu definiert. Hätte man die Möglichkeit ein Jahr noch einmal zu erleben- was würde man anders machen? Mir fällt da schon das eine oder andere ein.
Gerade gegen Ende des Jahres häuften sich die schlechten Nachrichten. Trauer um einen gestorbenen Menschen, um sterbenskranke Menschen, um Menschen die von anderen hintergangen worden sind und um Menschen die selbst nicht weiter wissen. Helfen ist schwer, oft kann man einfach nur anwesend sein, zuhören, mitfühlen, versuchen Kraft zu schenken. Trotzdem stellt sich eine gewisse Hilflosigkeit ein.
Dagegen stehen viele schöne Momente, verrückte Momente, Momente in den man feststellte , dass man wirklich Freunde hat, dass man neue dazugewonnen hat. Mit denen man lachen kann, mit denen man jeden Mist machen kann. So soll es bleiben.
Auch dieses Jahr blieb ich von Erkrankungen zum Glück verschont, nur das Zwicken im linken hinteren Oberschenkel will einfach nicht aufhören. Aber sonst : Glück gehabt. Wir beide haben unsere Berufe, können arbeiten, wogegen andere ihren Job verloren- ohne Aussicht so schnell einen neuen zu finden.
Sportlich gab es vieles diese Jahr -nur keine neue PB beim Marathon. Gerade der letzte Versuch in Frankfurt schmerzt immer noch. Dafür zwei wunderbare Marathon die ich nicht voll lief sondern auf Genuss. Der eine in Füssen, den ich zusammen mit Peter laufen konnte, in einer wunderbaren Landschaft, ein Lauf zum schwärmen. der andere im Hunsrück, bei dem ich mich 30km zurückhielt um dann auf den letzten 10 so richtig Gas zu geben. Das hat einfach irrsinnig Spaß gemacht, so locker zu beschleunigen und die anderen einzuholen. Dazu noch das wahnsinnige Finish gegen einen HM-Läufer-die Gedanken gehen gerne zurück. Der Marathon in Mainz war so lala, weder Fisch noch Fleisch, der Marathon in Berlin war zwar ein gewaltiges Ereignis- aber für mich zu viel Masse, zu wenig Platz, zu lange Wege. Wahrscheinlich waren die 5 Marathon dieses Jahr etwas viel- wenn man eine neue PB schaffen will, nicht aber wenn man einfach Spaß am Laufen hat.
Zwei Dinge, auf mein Laufen bezogen, haben mich aber besonders gefreut. Zum ersten meine neue PB über 10km (mit der ich gar nicht mehr gerechnet hatte) und meine 2400km die ich dieses Jahr (genau gestern) gelaufen bin. Auch dies ein neuer Rekord für mich. Aber es gab auch Ereignisse die mich in Puncto Laufen noch mehr gefreut haben.
Dieses Jahr lief Pia seit Februar regelmäßig und hat ihren ersten HM bestritten. Dazu kam noch eine neue PB über 10km und- und das war die Krönung- der erste Platz bei den Frauen beim Volkslauf in Hinterweidenthal.
Mit dazu beigetragen hat bestimmt auch die Laufgruppe mit der wir unter der Woche unterwegs sind. Mit Ihnen hat man einfach viel Freude und Abwechslung, die das Laufen einfach noch leichter machen. So geht es mir mit Hans. Ich weiß nicht wie oft ich nicht gelaufen wäre, oder weniger als geplant, wäre er nicht immer da. Auf ihn kann man sich einfach verlassen. Da er nun auch so einen Trink-Rucksack geschenkt bekam, stehen noch längeren Touren eigentlich nichts mehr im Weg. ;-) Nur gestern morgen als ich bei 0° und strömenden Regen 20km über noch gefrorene Trails lief (einmal hat´s mich hingelegt ;-) ) , war er lieber im Geschäft. Finde das ist ne faule Ausrede. War aber schon grenzwertig- der Lauf gestern morgen, denn zum größten Teil ging es rechts vom schmalen Pfad viele Meter steil bergab und ein Ausrutscher wäre nicht schön geworden. Dazu war natürlich kein Mensch unterwegs und der Weg ziemlich abseits. Und viel Wasser gab es unterwegs, nicht nur von oben
Nach den 20km morgens, traf sich unsere Truppe abends auf dem Horeb noch zu einem Bergtraining. Dieses Mal wurden es nur 6,5km aber erstens wurden nun alle nass (auch Hans, der keine Mütze dabei hatte) und zweitens waren einige Anstiege dabei.

Also war´s das nun ? Nein nicht ganz. Pia und ich werden morgen früh noch ein Läufchen machen :-)
Aber auch sonst wird mir dieses Jahr in Erinnerung bleiben, vor allem wegen seiner vielen schönen Momente. Aber auch die nachdenklichen werden nicht vergessen werden, denn nur durch sie werden wir stärker, können uns über schöne Zeiten mehr freuen, können Freude weitergeben.
Vielleicht stelle ich am WE noch ein paar Bilder des Jahres zusammen, weiß es aber noch nicht genau. Auf jeden Fall werde ich aber das neue Jahr so beginnen wie das alte aufgehört hat -auf zwei Beinen, unterwegs zu neuen Taten.

Ich wünsche Euch allen, dass ihr ein herrliches 2010 erlebt. Dass die positiven Erlebnisse bei weitem überwiegen, und ihr am Ende sagen könnt : Das war ein gutes Jahr!

Sonntag, 27. Dezember 2009

Pantha rhei -alles fließt

So möchte ich die heutige Überschrift nennen. Nichts hat Bestand. Kein Leben währt ewig und die Formel " Bis dass der Tod euch scheidet" ist eben oft nur ein Formel, die gerne bei der Heirat in der Kirche gesprochen wird. Das haben wir gerade in den letzten 3 Tagen lernen müssen, als wir in diesen paar Tagen erfahren haben, dass 3 (!) Schwiegermütter in unserem Freundeskreis (nicht alle persönlich bekannt) starben, bzw. im Sterben liegen. Ein bisschen heftig auf einmal. Dazu hat unsere beste Freundin, die wir schon über 25 Jahre kennen ihren absolut schlimmstes Weihnachten erleben müssen. Und das schlimmste für uns ist dabei nur zuhören zu kennen, Mut zusprechen, Kraft zu spenden, einen Anwalt zu suchen etc. -aber eben nicht wirklich Helfen zu können.Man steht nur daneben und kann doch nicht helfen. Furchtbar. So gesehen war unser Weihnachten dieses Jahr sehr nachdenklich. Zum Glück gab es auch heitere Stunden, hauptsächlich in unserer Familie in der es wirklich noch eine Art heile Welt gibt.
Natürlich gab es viel zu Essen, aber eben auch viel zu feiern. Die Festtage verliefen (für uns ) harmonisch und zum Laufen kam ich auch. Am 1. Feiertag allerdings nur magere 8,5 km. Hans und ich wollten lieber im Tal laufen, da in der Nacht ein heftiger Sturm über uns gezogen war, dessen Ausläufer aber noch am Morgen zu spüren waren. Wir bemerkten erst am Start, dass das Tal genau in der Windrichtung verlief und so hatten wir 4 km starken Gegenwind, der uns mehr forderte als mancher Anstieg. Die Felder neben dem Weg waren total überflutet. Sogar ein paar Enten schwammen dort wo normalerweiße das Getreide steht.
Aber eine Wohltat war es trotzdem die Beine wieder laufen zu lassen.
Am gestrigen 2. Weihnachtsfeiertag lief ich dagegen bei herrlichem Sonnenschein im Wald.
Zum ersten Mal hatte ich meinen Trinkrucksack dabei und kann nur sagen, dass ich ihn überhaupt nicht als störend empfinde. Lauwarmen Tee hatte ich eingefüllt, jedoch waren die ersten Schlucke immer kalt, da der Trinkschlauch nun eben im Freien verläuft. Aber ansonsten eine super Sache!
Nach einigen Kilometern wurde es allerdings beschwerlich, denn dicke Eisfelder machten sich auf dem ganzen Weg breit
Als nach 8,5 km Pia und Sabine zu mir stießen war das Laufen teilweise nur noch sehr schwer zu bewältigen. Öfters mussten wir eine Gehpause einlegen, da es einfach zu gefährlich war. So beendeten wir nach weiteren 6 km unseren Lauf. Aber wieder gab die Bewegung in frischer Luft einen richtigen Kick für den Tag!
Heute nun war nichts mit Laufen. Nicht weil ich nicht wollte- nein, ich durfte nicht! Töchterchen feierte heute ihren 19. Geburtstag und da hatte ich strengstes Laufverbot. War aber auch nicht schlimm, wir verbrachten einen tollen Tag zusammen- wohlwissend, dass es nicht in allen Familien so aussieht.
Morgen Nachmittag werde ich wohl wieder unterwegs sein. Pia muss arbeiten und so kann ich wenn ich mit lernen fertig bin ( morgen muss ich für Alishas Soz -LK herhalten ) kann ich in aller Ruhe die Gegend unter die Lupe nehmen, Vielleicht finde ich noch einen Weg, den ich noch nicht kenne?
Jedenfalls habe ich nun wieder Zeit eure Kommentare zu lesen und zu antworten, sowie eure neuesten Erlebnisse zu verfolgen. Ich freu mich drauf!

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