Montag, 14. November 2011

Dunkle Zeit

Die Bänke bleiben leer.
Wo sonst der Mensch die Natur beschmutzt, hat sie nun Zeit sich zu erholen. Die Fenster sind geschlossen, doch gelegentlich quillt Leben daraus hervor. Du siehst hinein in eine warme, helle Welt und läufst weiter im Schein deiner Lampe den endlosen Horizont auf ein paar Meter gekürzt. Um dich herum Nebel der die Geräusche schluckt wie auch die Farben. Im Lichtschein erkennst genau, dass es aus Myriaden feiner Tropfen besteht die scheinbar alle in eine Richtung streben. Getriebene des Windes.
Der Mond der hell leuchten sollte, steht als blasses Nichts am Himmel, hat keine Chance gegen das Kunstlicht, dass den Weg gelblich ausleuchtet. Und trotzdem oder gerade deswegen, zieht es dich wieder hinaus. Weil die Welt anders ist, wenn es dunkel ist. Weil sie friedlich ist und du trotzdem dass du in ihrer Mitte weilst, alleine sein kannst.



Du bist eingeschlossen in Dir und genießt es. Und zu Hause...
....wartet das Licht.

Kommentare:

Volker hat gesagt…

Im letzten Artikel hast Du noch auf der leeren Bank gelegen ;-)

Ein schöner, poetischer Artikel mit mystischen Bildern.

LG Volker

Martin hat gesagt…

@Volker:
Da war es auch noch ein bisschen füher :-)

Hans hat gesagt…

Das sind ja amerikanische Verhältnisse. Wenn dort der Strom knapp wird, schalten sie auch zuerst die unwirtschaftlichen Vororte ab.

Martin hat gesagt…

@Hans:
das mag sein, ich kenne das nicht so gut wie du. Habt ihr mittlerweile wieder fließendes Wasser, oder müsst ihr immer noch einmal im Monat den Tankwagen überfallen? Ich meine, jetzt wo die Bäche wieder Wasser führen, müsst es ja wieder bei Eucg gehen. Und das mit dem fehlendem Strom bei euch, wird gerne überbewertet. Schön im Sessel sitzen und beim kerzenschein lesen ist auch schön!

Eddy hat gesagt…

Sehr schön geschrieben! Aber ehrlich gesagt freu ich mich schon jetzt wieder auf die Tage, an denen es auch nach 21Uhr noch nicht dunkel ist... ;)