Montag, 9. Februar 2009

Training mit Mamadou Lamine– Couching und Benjamin Button

Natürlich war ich wieder spät dran. So eine sch… Umleitung hat mich ewig Zeit gekostet! Und der Regen, ausgerechnet heute. Eine halbe Stund vor dem Trainingbeginn war ich noch fast 60km weg und wusste noch gar nicht genau wo es eigentlich ist, fuhr nur Tom hinterher.

Heute nämlich war das Training mit Mamadou Lamine, einem Spitzentrainer aus dem Senegal angesetzt, für das man sich bewerben konnte. Ich bewarb mich und hatte Glück. Außer mir hatten das aber auch ca. 50 andere die in meiner Gruppe waren. Vor uns waren noch einmal ca. 50 Leute. Aber zurück.

Vorher musste ich noch arbeiten, was natürlich hieß - nix ausschlafen am Samstag. Danach schnell nach Hause, schnell auf die Autobahn und ab nach Mainz, wo das Training stattfinden soll.

Egal wie (Ich sag nur: Zum Glück haben wie sehr wenig Geschwindigkeitsbegrenzungen!) ich war 4 Minuten vor 14.00 Uhr da im Stadion. Alle anderen waren schon da. Außer uns weißhäutigen Möchtegern Antilopen waren noch 2 dunkelhäutige Trainer und ein 400m Läufer, der irgendwie auch schon mal bei den deutschen Meisterschaften dabei war. Nach kurzer Einleitung und vorstellen der Trainer, kurzes Antraben (2 Runden) und Dehnübungen. Es folgte die Einteilung in 5 Gruppen, jede Gruppe ca. 10 Leute stark. Zuerst kam unsere Truppe zu Mamadou. Wie ich es mir vorgestellt hatte, war er einfach gut drauf. Lachte viel, machte Späße aber und das stellten wir gleich fest, hatte auch richtig Ahnung. Bei ihm ging es hauptsächlich um Balance, Stabilität der Beinachsen und Übungen dazu. Was bei ihm leicht und elegant aussah, sah bei uns allerdings gaaanz anders aus. Schon bei leichten Übungen hatten wir Probleme, sahen aus wie der berühmte Storch im Salat. Was wir alles machten, kann ich hier nicht beschreiben, ich bin schon froh wenn ich es irgendwie - ganz alleine im Wald - nachmachen kann.

Die bIlder habe ich schnell zwischen den Wechseln geschossen:


Anschließend ging es eine Station weiter mit dem Lauf ABC und einem anderen Trainer. Auch hier wurde genau aufgepasst und viel Tipps gegeben. Wie ferst man richtig an, wie kann man kurze Tempoverschärfungen trainieren etc.

Wieder eine Station weiter kamen Steigerungen, Kniehebellauf etc dran. So langsam hatten die ersten Probleme mit ihren Waden, denn die Belastung war doch relativ hoch.

Nun waren wir nach dieser Episode bei dem zweiten Trainer aus Afrika. Hier wurde dann verschieden Phasen des Lauf -ABC kombiniert. Was sehr ungewohnt war (und auch anstrengend) war folgende Übung: Macht mal bei einem Kniehebellauf (also vorne schön die Knie hochziehen) alle 5 Schritte eine Pause und dann haltet das Bein, dass ihr gerade oben habt ca. 5 Sekunden ruhig oben, so als ob einer den Film angehalten hätte. Danach wieder 5 Schritte und das andere Bein ist dran. Sieht seltsam aus und ist wirklich nur konzentriert hinzukriegen, denn auch auf korrekt Armhaltung muss geachtet werden.

Nach einer kurzen Laufanalyse (bei mir alles ok und neutral) waren wir dann fertig. Hat alles in allem 2 Stunden gedauert. Ich jedenfalls nehme es mir fest vor, die Übungen nun regelmäßig ins Programm zu nehmen.

Nachdem das Training nun fertig war besuchte ich noch Jörg und Kathryn, die ja ebenfalls in Mainz wohnen. Wir hatten uns viel zu erzählen, denn wir sehen uns ja nicht so oft. Und es war wieder schön die beiden (und die Kinder) zu sehen. Dieses Jahr läuft Jörg wieder in Mainz den Marathon mit und Kathryn wird uns auf der Strecke anfeuern. Kann also nichts mehr schief gehen.

Gegen 20.Uhr war ich wieder zu Hause und müde.

Heute am Sonntag war ja nun der 20km Lauf in Rheinzabern. Ursprünglich wollte ich ja daran teilnehmen, aber erstens schlief ich heute Morgen bis 10.00 Uhr (Start wäre um 10.05 gewesen) und zweitens hatte ich an allen möglichen Stellen in den Beinen Muskelkater! Hatte ich doch immer gemeint ich hätte gut trainierte Beine, musste ich heute die Meinung revidieren. Viele Muskeln die ich überhaupt nicht kannte, machten sich bemerkbar. So beschloss ich auf meinen Körper zu hören und ihm heute noch einmal eine Auszeit zu gönnen. Ich brauchte das einfach. Mittags nur ein kleiner Lauf mit Pia im Wald- das war alles heute an sportlichen Aktivitäten.Die Couch forderet auch mal wieder ihre Rechte!

Dafür musste ich heute Abend noch meine Pomuskeln trainieren. Im Sitzen, bzw. als Sitzpolster. Pia und ich gingen in „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ bei dem auch Bad Pritt, äh.. Ms. Angelina Jolies Chauffeur, also Brad Pitt mitspielte.

Der Film ist gut erzählt, eine interessante Geschichte und gute Schauspieler ergeben einen sehenswerten Film der aber mit fast 3 Stunden, etwas zu lang war. Komisch, während mir Brad Pitt als alter Mann besser gefallen hat, fand ihn Pia eher als Twen besser. Dafür fand ich Cate Blanchett einfach hinreißend in diesem Film.

Jetzt 12 Wochen vor dem Marathon werde ich auch wieder anfangen ernster zu trainieren, denn die sub 3:30 sind immer noch zu bewältigen. Vielleicht ja in Mainz.

Kommentare:

ridlberg hat gesagt…

Das hört sich wirklich interessant an. Gute Katerpflege.

Hannes hat gesagt…

Interessant und spannend, was ihr da gemacht habt, ohne erst von dem Nutzen zu sprechen. Da hat sich das frühe Aufstehen und die Hetzerei gelohnt ;)

michi hat gesagt…

Für so ein Seminar wäre ich ja sofort zu begeistrn. Lieber heute als morgen. Leider sind die immer so weit weg, aber irgendwann ...
Gut vorstellbar, dass viele bei so Übungen und Konditionssachen Probleme bekommen, das war schon in meinem ThaiBo-Kurs vor ein paar Jahren so, viele konnten kaum länger als 1 Sek. auf einem Bein stehen. Als Kind geht das.
Ich glaube aus solchen Lauf-ABC Dingen und dem was Du so grob beschrieben hast, genau wie Hannes, dass da viel Nutzen rausziehbar ist wenn man das einigermaßen regelmäßig macht. Ich finde schon immer, dass sich Stabis nach einigen Malen sehr bemerkbar machen.
Zu dem im unterschiedlichen Rhythmus das Bein heben fällt mir ein: Bei einem Treffen früher mal von einigen hier und der Umgebung, da kam mal ein gemeinsamer SOnntagslauf zustande, da hat Manu auch einige Male soetwas eingebaut, normale Schritte, dann das Bein hoch, dann wieder ein normaler dazwischen und richtig anfersen und das ganze irgendwie abwechselnd. Irgendwie so jedenfalls ;-))) Sah total kompliziert aus, aber klasse.

Martin hat gesagt…

@Anja: Ja Katerchen wir d gut gepflegt. Aheb ih ngerade im Studio ordentlich Beine gemacht dem blöden Kater !;.)
@Hannes: ja kann man sagen, ich hoffe nur dass ich diese tarinibg auch weiterhin mache, bin ja eher traininbgsfaul.
@Michi: Ist auch wirklich was schönes und - es hat nichts gekostet. Da machen die 125km Anreise nichts aus.
So ein richtiges Laufseminar über eine Woche oder so- das würde mich auch begeistern. Aber woher nehmen und nicht stehlen?
Vielleicht sollte ich doch einmal eine Laufgruppe suchen, die einen guten Trainer hat. Udo Bölts hat ja so eine ganz in der Nähe gegründet.

Pienznaeschen hat gesagt…

Das kligt spannend und interessant und ich finde ja so einen Muskelkater toll, gibt das Gefühl das es was gebracht hat,gell ;)