Freitag, 23. Januar 2009

Warum

Während draußen, mal wieder, die Welt unterzugehen scheint, kommt mir diese Frage wieder einmal in den Sinn. Schon einige Male wurde sie mir gestellt, teilweise mit diesem leicht verständnislosen Blick in den Augen:

Warum schreibst du einen blog???

Wenn sie denn überhaupt wissen was so ein blog ist. Ich denke die Gründe sind so vielseitig wie es Menschen gibt.

Wie es bei mir war? Durch Zufall eher, würde ich sagen. Wie lange ich schon genau blogge weiß ich gar nicht mehr, aber es sind schon bestimmt 2 Jahre. Vorher hatte ich zwar schon davon gehört, aber wusste nicht genau was es ist. Zuerst lernte ich Kathryn und Jörg kennen (beim Mainz Marathon vor 3 Jahren) dann las ich deren blog - und schon begann ich auch die Welt mit unnötigem und überflüssigem Wortmüll zu füllen.

Ich fand und finde es immer noch interessant bei andern zu lesen wie sie trainieren, welche Wettkämpfe sie bestritten oder welche Erfahrungen sie beim Laufen gemacht haben. Ebenso leide ich aber auch mit, wenn es einem mal nicht so gut geht.

Mit der Zeit lernte ich den einen oder anderen persönlich kennen, (Kathrin, Kerstin, Charly, Miatara, Jose, und viele andere) hatte jedesmal einen tollen Tag, andere meine ich schon zu kennen, alleine durch die Blogeinträge und deren Kommentare und würde mich riesig freuen sie mal kennen zu lernen.

Ich selbst bin ein eher offener Mensch, kontaktfreudig und fand somit mein ideales Medium um andere Menschen kennen zu lernen. Freue mich über neue Einträge (nicht nur übers Laufen), freue mich ebenso über Kommentare zu meinen Wortmeldungen.

(Kennt ihr vielleicht ja auch: Bericht schreiben und dann immer mal wieder reingucken ob einer einen Kommentar hinterlassen hat) Trifft man sich dann mal bei einem Lauf ist das fast wie auf einem Familientreffen.

Angst, zu viel von mir preis zu geben, habe ich nicht. Meine dunklen Seiten behalte ich sowieso für mich :-)

Andererseits versuche ich andere nicht persönlich anzugreifen, wenn ich über ein Ereignis schreibe, auch wenn sie noch so doof waren.

Auch habe ich bisher noch keine blöden Kommentar bekommen, würde mich aber auch nicht stören, denn entweder sind es geistig unterbelichtete Deppen oder aber sie haben wirklich Grund dazu gehabt so was zu schreiben. Und dann geschieht es mir Recht.

Ohne Internet leben? Würde mir sehr schwer fallen.

Warum habt ihr angefangenen einen blog zu schreiben ? Habt ihr schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht und könnt Ihr Euch ein Leben ohne "Netz" vorstellen?

Kommentare:

Gerd hat gesagt…

Vorstellen kann ich mir es schon. Aber warum?
Es sind ja meistens gleichgesinnte die sich in den einzelnen Blog treffen. Während man tagtäglich meisten Unverständnis für seine Leidenschaft widerfährt, ist man in den Blogs unter Seinesgleichen.
Ist doch toll. Man lernt interessante Menschen kennen und einige trifft man sogar real auf einem Wettkampf. Ich finde es toll!

ridlberg hat gesagt…

Warum, die Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Ist es schlau, doch einen Teil des Lebens preizugeben? Und immer die Gratwanderung, was kann/will ich sagen, was nicht? Lizzy hat es irgendwann mal schön beschrieben, dass man ja nur einen Teil des Ichs preisgibt (ich zumindest) und das führt auch schon mal gerne zu falschen Interpretationen.

Das Schöne ist tatsächlich, dass man fremde Menschen treffen kann und sie irgendwie schon kennt. Du fehlst mir übrigens noch in meiner Reihe. ;-))

michi hat gesagt…

Warum? Ehrlich gesagt kann ich die Frage nicht beantworten. Bevor ich angefangen habe zu bloggen, habe ich ja nur still gelesen oder kommentiert. Dann wurde ich gefragt, ob ich nicht auch bloggen wollte. Habe dann lange überlegt und es irgendwann angefangen. Konnte ja jederzeit wieder aufhören, wenn es mir nicht gefällt. Bis jetzt bin ich dabei geblieben. Einerseits machts es Spaß über das Laufen zu schreiben, obwohl es oft einfach nichts Neues oder Interessantes gibt, über Empfindungen oder Begegnungen. Mit den Kommentaren ist es dann wie mit alten Bekannten, die man trifft und darüber freue ich mich. Mit privaten Dingen bin ich eher vorsichtig, deshalb geht es auch bisher nur ums Hobby. Blöde Reaktionen oder gar welche, die gelöscht werden mussten, gab es bisher noch nicht. Das liegt aber eventuell auch daran, dass ich in den meisten Blogs nicht eingeloggt schreibe. Bei Dir muss ich ja, aber meist bin ich zu faul, den langen Nutzernamen und Passwort zu tippen ;-) Schön ist auch, wenn sich neue Leute melden und sie man auch auf Anhieb mag. Klasse wie ein gemeinsames Hobby zusammenbringt.
Letztes Jahr habe ich aber auch schon einige Male daran gedacht mit dem Bloggen aufzuhören. Einmal hätte ich ihn fast gelöscht.

Rein über das Bloggen habe ich noch niemanden real getroffen, aber schon einige über das Forum und das waren nur nette Menschen, mit denen man sich auf Anhieb verstanden hat. Wenn sich daraus dann weitere Begegnungen und Treffen oder gar gemeinsame Läufe oder Frühstücke :-) ergeben, das ist schon richtig schön!

ridlberg hat gesagt…

Frühstück - jawoll!

Martin hat gesagt…

@Gerd: Ja das ist ein weiterer Punkt: Man trifft gleichgesinnte, denen man nicht immer erklären muss warum denn das Laufen so toll sein kann.
@Anja: Vielleicht beim HM in Köln?
@Michi: Man muss generell vorsichtig sein, was man im Netz sagt. Und deshalb überlege ich natürlich auch wie viel ich schreibe und wann Schuss ist. Diese Grenze ist natürlich bei jedem individuell unterschiedlich.

Martin hat gesagt…

Frühstück ? Wann, wo ? Aber ihr wisst ja was ich so futtere. :-)

Volki67 hat gesagt…

Ich habe mal irgendwo einen Artikel über Blogs gelesen und fand das irgendwie faszinierend.
Irgendwann bin ich dann auf Anja's Blog (siehe weiter oben) gestossen und fand den sehr spannend und gut gemacht.
Dann habe ich ein paar Wochen gelesen,gegrübelt und überlegt, was ich zum Inhalt eines eigenen Blogs machen könnte. Am Ende wollte ich es nutzen, um über das Laufen zu schreiben und mir selbst etwas Druck machen, fleissig zu trainieren.
Inzwischen schreibe ich, wenn ich Lust dazu habe und mir irgendwas einfällt.
Ich hoffe, dass es irgendwem gefällt und wenn es gar niemand lesen sollte, so kann ich es wenigstens als persönlichen Rückblick auf die vergangene Zeit verwenden.
Die Welt wird sich übrigens vermutlich auch ohne Blogs weiterdrehen, aber mit ihnen haben wir alle doch eine zusätzliche schöne Freizeitbeschäftigung.

ridlberg hat gesagt…

Ja, Martin - das wärs, zusammen mit Frühstück, ich fang schonmal das Sparen an. ;-)

@Volker, echt ich? Ist ja interessant. Das Nachschlagen im eigenen Blog finde ich an manchen Tagen auch wirklich gut. Es hat ja schon etwas von einem Tagebuch und die fehlenden Informationen kann man sich ja selbst dazu malen.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass Ihr alle blogt. Man wird ja auch durch andere Einträge inspiriert. Weiß nicht, ob ich mir mein Rad gekauft hätte, hätte ich nicht Lizzys schöne Touren gesehen und beneidet. Es erweitert teilweise schon den Horizont.

lizzy hat gesagt…

Nagut, wenn ich jetzt schon meinen Namen gleich mehrmals lese (Hallo Anja ;-D dann meld' ich mich eben an.

dazu eine kleine Einschubbemerkung: ich bin hier schon öfter mal vorbeigesurft und hatte einen Kommentar in den Fingern. Aber meist bin ich nicht beim Googlekonto angemeldet und dann auch zu faul, das für einen Satz zu tun. Mehr Kommentare könnten also noch dazukommen, wenn du auch (Teil-)anonyme Kommentare gestatten würdest.

Aber auf die Frage zu dem "Warum" eine ganz klare Antwort von mir: Weil's mir Spaß macht ;o)

Näxte Frage, näxte Antwort: ein Leben ohne Internet? Ging früher und hat Spaß gemacht, geht im Urlaub und macht Spaß, würde auch wieder gehen und vermutlich Spaß machen. Aber solange es nicht nötig ist, darauf zu verzichten, behalt' ichs lieber *s*

Martin hat gesagt…

@Lizzy :Oh die Einstellung habe ich gleich geändert, wusste gar nicht das ander Kommentare nicht zugelassen sind. Sorry !