Freitag, 16. Januar 2009

Diesen Kommentar finde ich so gut...

dass ich ihn einfach hier noch einmal reinstelle .Hans kann nicht nur laufen, nein er kann auch schreiben. Und meistens mit einem Augenzwinkern. Hier also der Kommentar von ihm:

Morgens laufen finde ich langweilig.

Ich liebe eher die nächtlichen Cityläufe im Winter.

Es ist ein Hochgenuss, wenn mir der kalte Nordwind das Gesicht in Falten legt
und das Gehirn auf ein Minimum abschaltet sodass ein Nachdenken über den Sinn des
Laufes nicht mehr stattfindet.

Das Spritzen des Schneematsches bis zur Kniehöhe durch die vorbeifahrenden Autos empfinde ich als Vorstufe eines warmen Bades das ich nach dem Lauf nehmen werde.

Das Blenden der Autoscheinwerfer bringen mich in ein ganz anders Licht. Wie auf einer Bühne angestrahlt zu werden war für mich schon ein Kindertraum. Mit einem Lächeln im Blick stolpere ich so des Weges dahin.

Glitzernde, nicht gestreute Gehsteige sind das ideale Training für Auge und Geschicklichkeit.
Dankbarkeit erfüllt mich für die Möglichkeiten dieser Laufformen.

Auch das Miteinander der Menschen ist gerade in den Abendstunden vorbildlich. Weit und breit ist kein Streit in Sicht. Man geht sich aus dem Weg, die Mischung zwischen Verständnis und Rücksichtslosigkeit ist perfekt aufgeteilt.

Eine einzige Ausnahme bilden unsere vierbeinigen Freunde. Mitleidvoll ihr Blick und wahrscheinlich auch ihre Gedanken „Bei diesem Wetter schickt man ja nicht einmal einen Hund raus!“

Ich freue mich jetzt schon auf heute Abend

Hans

Kommentare:

Kerstin hat gesagt…

Sehr schoen!

Anja Ridlberg hat gesagt…

Und ich hatte erwartet, von Dir höhnische Kommentare dazu zu lesen.

Gerd hat gesagt…

Es kommt immer auf die Sichtweise an.
Von dieser Sichtweise aus ist das Laufen im Augenblick das schönste was es gibt. ;-)
Toll!

michi hat gesagt…

Schöne Worte!