Montag, 15. Dezember 2008

Ein bisschen trösten...

war heute angesagt. Warum ? Nun Pia hat gestern Abend noch die Ergebnisse online gesehen und diese hatten ihr doch ein wenig die Freude am Wettkampf genommen. Ich wusste schon vom letzten Jahr, dass es hier einfach sehr viel schnelle Läufer gibt. Trotzdem ist es natürlich nicht schön, wenn man am Ende so weit hinten landet. Die ersten 100 Läufer kamen alle unter 38 Minuten ins Ziel, die ersten 200 brauchten immer noch unter 40 Minuten und hätte ich meine PB von 44 Minuten geknackt wäre ich wohl so um den 400. Platz gewesen, bei gerade mal 1150 Läufern. Der Kopf weiß das und ich habe mich daran gewöhnt (auch wenn meine Eltern gestern wieder fragten ob Pia gewonnen hat ) aber für Sie ist das natürlich blöd wenn man so weit hinten ankommt. Zum Glück konnten wir doch noch einige überholen und das hat ihr (und natürlich mir ) Spaß gemacht.
Sind bei Euch eigentlich auch so viele schnelle Läufer/Läuferinnen unterwegs?
Ich werde jedenfalls mal im Internet suchen ob es nicht einen Lauf gibt in unserer Gegend der auch für Anfänger nicht so frustrierend ist.

Kommentare:

Anja Ridlberg hat gesagt…

Ich muss sagen, dass es mir wirklich egal ist, welchen Platz ich belege, wenn es nicht der allerletzte ist. Auch der vorletzte Platz ist in Ordnung, wenn ich in "meiner" Zeit bin. Ich würde nicht nach Läufen Ausschau halten, die einen Anfänger mit vorne laufen lassen. Bei dem Sport und wenn man in "unserem" Alter anfängt und nur normal talentiert ist, kann man sich nur mit sich selbst vergleichen - finde ich.

OK, ich geb zu, dass ich es ziemlich klasse fand, als ich im letzten Jahr mal als dritte (von 13 Frauen, wenn ich mich recht erinnere) auf dem Treppchen stand. Aber mir ist ganz klar, dass das eine Eintagsfliege und Glück war... also wirklich: Nur gegen sich selbst laufen.

michi hat gesagt…

Bin nicht mehr so ganz sicher aber ich meine mit der 55:56 oder so ähnlich aus Münster bin ich auch relativ weit hinten gelandet. Hat mich aber nicht gestört, weil ich nur eine für mich gute Zeit laufen wollte. Und wenn ich irgendwann mit 54:xx Letzte werden sollte, ist es mir auch wurscht, Hauptsache ist doch, selber mit der eigenen Zeit zufrieden zu sein. Und das kann sogar der Fall sein, wenn die Zeit gar nicht die erhoffte war. Letzten Endes ist es ab bestimmten Zeiten meistens so, dass nicht mehr sooo furchtbar viele folgen, wie vor einem sind in der Ergebnisliste.
Ich sehe es daher wie Anja und außerdem, wenn ursprünglich eine ganz andere Zeit im Blickfeld stand und dann schon fast eine sub 60 beim 1. Lauf herauskommt, da sollte man nicht enttäsucht sein. Letzten Endes zählt die eigene Leistung mit der man sich messen muss/sollte. Ich für meinen Teil würde mich auch nicht mehr freuen, wenn ich mit meinen Zeiten 100 Plätze vorrutsche. Denke auch, dass extra nach Läufen Ausschau zu halten nicht unbedingt etwas bringt, dafür müsste man wirklich viel recherchieren oder auch einige der Läufer kennen und einordnen können.

Anett hat gesagt…

Ich schließe mich den beiden Vorschreibern an. Mir ist es auch relativ egal, welche Platzierung. Hauptsache, ICH bin mit meiner Zeit zufrieden.
Bei uns sind bei den kleinen Läufen auch immer nur schnelle dabei. Bei meinem letzten HM bin ich mit sub 1:55 5. von nur 7 Frauen geworden.
"Besser" sieht es bei den großen Events wie Berliner City-Nacht oder HM aus. Da war ich dann doch im vorderen Drittel und Pia hätte mit ihrer Zeit noch sehr viele hinter sich gelassen. Beim Berliner Frauenlauf war ich z.B. mit 59:24 immerhin noch 1378. von 3669 Läuferinnen (habe nachgeschaut).
Aber sie soll nicht traurig sein, sondern sich über ihren ersten tollen WK freuen. Sie hat bestimmt noch riesiges Steigerungspotential.

lizzy hat gesagt…

Bei der "vorne-Liga" kann ich ja nun wirklich nicht mitreden. Keine Ahnung, ob sich dann was ändern würde an der Einstellung.

Bei mir ist's aber so:
Da ich viel lieber bei kleinen Veranstaltungen starte, bin ich hier in München im Grunde immer bei den absoluten Schlusslichtern. Trotzdem finde ich diese Läufe schöner als die großen "Events", bei denen ich glatt fast mittig landen würde. Aber das macht mich ja nicht schneller, oder?

Bei meiner HM-Bestzeit von 2:01 war ich von gut 200 Läufern fast letzte. Es kamen noch 4 oder 5 wenig später rein, wenn ich mich recht erinnere.

Hier in München gibt's nunmal ganz viele so richtig Schnelle. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Das mindert meinen Spaß nicht im geringsten.

Und gerade bei der Firmen-Weihnachtsfeier saß ich neben einem gleichaltrigen Kollegen, der seit Jahrzehnten läuft. Marathon-Bestzeit war 2:25, die Zehner ist er in seinen Glanzzeiten mit 31 Minuten gelaufen. Und weil er dann mit steigendem Alter langsamer wurde, hat er den Spaß an Wettkämpfen verloren. Er läuft zwar noch - aber nur für sich und ohne Verein. Kein Tempotraining mehr, nur fürs Wachwerden morgens (JEDEN MORGEN ;o) ca. 10 - 15 Kilometer.

Er sah ein wenig wehmütig auf die Zeiten zurück, als Wettkämpfe ihm noch Spaß und Erfolge brachten. Auch er wäre hier in München mit seinen jetzigen Zeiten zwar noch vorn, aber vermutlich selten "auf dem Stockerl".

Im Grunde hab' ichs da doch besser: mir macht's immer noch einen Heidenspaß - Zeit hin, Zeit her.

Pienznaeschen hat gesagt…

Platzierung, was für ein deprimierender Pappelapapp, da mag ich mich mal den Vorrednerinnen hier anschließen.
Ich muss nochmal was ganz anders betonen: Pia ist eine so tolle Zeit für sich gelaufen, für den ersten Wettkampf, das ist einfach Spitzenkalsse! Herzlichen Glückwunsch!!!

Kerstin hat gesagt…

Wow, das war aber echt ein starkes Feld!
Hier bei uns gibt es nicht sooo viele superschnelle Laeufer, sodass ich auch schon mit 21:15 oder so zweimal einen 5er gewonnen habe und eigentlich fast immer in meiner Altersgruppe platziert bin. Es gibt nur eine Handvoll schneller erwachsener Frauen. Der Rest sind High School Girls und die haben Samstag morgens um halb acht oder so meist was anderes vor als ein Rennen zu laufen.

Ansonsten finde ich aber auch, dass es gerade beim allerersten Lauf nicht auf die Platzierung ankommt. Ich habe da noch gar nicht darauf geachtet, bis es schliesslich irgendwann anfing, Pokale zu "regnen". Beim Distanzreiten heisst es immer "Angekommen ist Gewonnen". Ich finde, das sollte beim Laufen auch gelten! Pia kann stolz auf ihre Leistung sein. Da steckt ganz sicher noch viel mehr drin. Ausserdem solltest du einfach wie ein Gentleman alle Schuld auf dich nehmen, weil du die arme Frau schliesslich staendig gebremst hast. Sonst haette sie noch viel besser abschneiden koennen ;-)

Martin hat gesagt…

@Kerstin :
hey so habe ich das noch gar nicht gesehen !
Genau, eigentlich habe ich sie ja gebremst. :-)
@Alle : Vielen Dank für eure netten Kommentare, leider haben wir im Moment nicht viel Zeit, da wir uns um ein neues Auto kümmern müssen, aber dazu in einem neuen Eintrag mehr. Aber auf jden Fall haben wir jeden Kommentar gelesen und uns richtig gefreut !