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Freitag, 16. August 2013

2. Pfälzer Felsentrail 2013

Durchatmen. Es ist geschafft, wir haben überlebt :-) Zum zweiten Mal haben wir eine Gruppe lieber Menschen durch den Wald geführt. Keiner blieb zurück, keiner wurde im Wald vergessen.
Die letzten Tage davor waren doch etwas stressig geworden. Das Telefon stand eigentlich nur still wenn der Accu leer war und den PC brauchte ich nicht mehr herunter zu fahren. Viele Fragen, Absagen, Krankmeldungen, Zusagen usw. mussten bearbeitet werden. Der Terminplan war knapp bemessen.
Am Samstag liefen wir am Nachmittag (17.00 Uhr war geplant, es wurde jedoch 17.30) eine kleine Runde um die Platte. Wir waren noch eine kleine Truppe, denn die meisten kamen erst Sonntag Morgen zum großen Lauf an. Da wir schon um 20.00 Uhr ein gemeinsames Treffen am Beckenhof geplant hatten, verkürzte ich die Runde auf knappe 8km, was aber angesichts des tollen Wetters dem Vergnügen keinen Abbruch tat.
 Es war knapp, aber es reichte-pünktlich um 8.00 Uhr waren wir dort und ein toller, gemütlicher Abend mit reichlich Carboloading war der krönende Abschluss des Tages.
Die folgende Nacht war schnell vorbei. Wir-meine Frau, meien Tochter und ihr Freund- waren sage und schreibe mit 4 Autos unterwegs. Während Alisha und Ewald später zum ersten Versorgungspunkt fahren sollten, stellten Pia und ich ein Auto am VP2 ab und mit dem letzten fuhren wir zum Start. Davor mussten allerdings noch die Autos bepackt werden :-)
Um 8.00 Uhr waren wir da, doch wir waren nicht die ersten. Schon einige waren angekommen und das große "Hallo und Knuddel" begann. Schööööön :-) Viel die schon im Jahr zuvor dabei waren konnten wir begrüßen, dazu waren neue Gesichter dabei die diese Strecke in Angriff nehmen wollten.
Laufteam Pirmasens
Begrüßung der Läufer und kurze Einführung
Auch die Presse, die Pirmasenser Zeitung war anwesend und interviewte die "Cracks" der Szene, Steffen und Bernhard. Kurz vor Beginn hielt ich ein kurzes Briefing und los ging es.
Ich vorneweg um das Tempo zu drosseln und eine lange Schlange voller gut gelaunter Läufer hinter mir.
 Zu überhören waren wir wahrlich nicht, denn es wurde geplappert, geredet, getratscht, gealbert, Unsinn gemacht und vor allem viel gelacht-so soll es sein! (Ich will jetzt keine Namen nennen, aber was Bianca, Iris, Birgit. Jessika und Co. hier an Ausdauer zeigten war bemerkenswert :-) )
Immer wieder schaute ich zurück ob noch alle zusamen waren, doch bei so vielen Läufern und schmalen verwinkelten Pfaden fällt es schwer den Überblick zu halten Nach 5km kamen wir an die Aussichtkanzel von der wir einen herrlichen Blick über das Tal hatten.
 
 Auch einen Teil der Strecke auf der gegenüberliegenden Seite konnten wir sehen. Und...den Läufern gefiel es so richtig! Immer wieder konnte ich hören : Ihr habt es wirklich schön hier"  Das Wetter war perfekt-angenehme 20° und die Sonne erwärmte unsere Gemüter.
Km 11 und die erste Verpflegungstation war erreicht-endlich was zu futtern-nicht das wir in ein Energiedefizit kommen! Ausgiebig wurde von den dargebotenen Leckereien gekostet.
Nach dieser Pause ging es wieder aufwärts, dieses Mal sogar etwas steiler als bisher, aber das gehört eben zu unserem Lauf dazu. Jedenfalls langweilig wurde es nie :-) Ich möchte euch ersparen über all das zu berichten was unterwegs so passiert ist, was wir erlebt haben. Die Strecke kennt ihr von vielen Bildern hier im Block genügend. Und das Gefühl bei so einem Lauf dabei zu sein, mittendrin zu sein, keine Gegner sondern nur Mitläufer zu haben kann man sowieso nicht wiedergeben. Man muss es erlebt haben!
 Man wird selten so viele vergnügte Gesichter zu sehen bekommen von Leuten die gemeinsam "Sport" betreiben
Ich konnte wieder tolle Menschen treffen wie z.B. Gerd, Steffen, Melanie, Claudia, Martin, Christian usw. die ich nur selten bisher traf und mit denen ich mich doch verbunden fühle. Andere lernte ich nun kennen und hoffe sie nächstes Jahr wieder begrüßen zu können.
Nicht alle Läufer nahmen die ganze Strecke in Angriff, einige beendeten den Lauf nach 20, andere nach 34km. Jeder lief so viel wie er sich zutraute. Jedoch kamen etwa 20 Läufer nach der vollen Distanz am Sonntag ins Ziel-und das ist schon eine Leistung, denn 45 km und 1400 Hm wollen erst einmal bewältigt werden. Leider gab es dieses Mal auch einige Stürze zu beklagen, jedoch blieb es bei den meisten beim Schrecken, nur ein Läufer hat sich wohl die Bänder verletzt.
Zusammenfassung:
Wie ich so im Laufe des Tages und der Tage danach gehört,gelesen habe, ging unser Konzept auch dieses Mal auf: Alles nur kein Stress! Den Lauf und das Laufen an sich genießen, sich mit Freunden unterhalten, Freundschaften schließen. Die Resonanz war durchweg positiv und so überlegen wir gerne ob wir nächstes Jahr wieder so etwas "stemmen". Dabei ist klar, dass ohne die Mithilfe unserer Partner, unserer Familien und Freunde so ein "Event" nicht funktionieren kann. Man braucht Leute auf die man sich verlassen kann. Sei es nun um Kuchen zu backen, Versorgungstationen aufbauen und betreuen, oder als Fahrer verletzte oder müde Läufer ans Ziel zu fahren. Wir hatten natürlich trotz aller ehrenamtlicher Hilfe Kosten, doch diese konnten durch freiwillige Spenden nach dem Lauf aufgefangen werden und ein kleiner Betrag blieb sogar übrig und wird für das nächste Jahr verwendet.
Hier könnt ihr nun die Bilder sehen. Es sind etwa 320 Stück die ich ausgewählt habe. Sie stammen von mir, Hans, Pia, Hilma und Wolfgang. Ich hoffe sie gefallen euch und können einen Eindruck dessen geben was am Sonntag los war :-)
Ich werde in den mächsten Tagen noch ein Video basteln und dieses dann auch online stellen.
Ihr könnt wie entweder in der Übersicht anschauen oder aber auch per Klick einzeln genauer betrachten. Sie sind frei und dürfen natürlich auch zur privaten Nutzung auch heruntergeladen werden.

Für alle Bilder hier klicken

Mit einem lachenden und weinenden Auge sehe ich nun also auf das letzte Wochenende zurück, aber ich hoffe ich werde noch viele solcher tollen Tage erleben!

Samstag, 22. Juni 2013

Es geht hier nicht ums Laufen...

...sondern ums Erleben. Sicher brauchst du eine gewisse Erfahrung und Kondition für die Strecke. Aber hauptsächlich musst du dir darüber keine Gedanken machen. Ist es dir zu steil-dann gehe. Willst du dich umschauen-dann bleibe stehen. Willst du weiter-dann laufe. So einfach ist das. Ich brauche keine tiefgreifenden Erklärungen, warum es mir so Spaß macht auf diesem Weg unterwegs zu sein. So mitten im Wald und irgendwo im Nirgendwo. Ich schnaufe am Berg und genieße es, ich spüre meine Beine und es tut gut. Ich sehe mich um und fühle mich wohl. So sollte es sein, wenn du laufen unterwegs bist. Und wenn dann noch tolle Begleiter dabei sind mit denen du das alles teilen kannst-umso besser!
Auf den ersten 22km der Rundstrecke des Pfälzer Felsentrails waren wir unterwegs. Dabei habe ich etwa 100 Bilder gemacht und einige davon im folgenden Clip verarbeitet. Außer Kontrast und Helligkeit habe ich nichts geändert-die Natur ist gut so wie sie ist.
Der erste Abschnitt hat etwa 11km und führt vom Hilschberghaus entgegen des Uhrzeigersinns Richtung Biebermühle. Dort vorbei an der Avis Tankstelle und am Wiedereinstieg zum Trail befindet sich unser erster VP. Es geht hauptsächlich bergab und hat etwa 230 positive Hm (gegenüber 320 abwärts)

Aussichtkanzel nach etwa 5km mit Blick auf die gegenüberliegende Seite des Trails

 
Nach etwa 8km diese schöne Quelle
Diese mal waren Birgit und Hans dabei
Der zweite Abschnitt geht dann gleich aufwärts um die verlorenen Höhenmeter wieder aufzuholen :-) Etwa 9,5 km bis zur Bärenhöhle führt er und ist mit Sicherheit eines der schönsten Teile des Weges. 290 m aufwärts stehen 220 Hm abwärts entgegen. 

Um alle Bilder zu sehen habe ich einen kleinen Videoclip auf Youtube hoch geladen-hier könnt irh ihn sehen :

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So genug für heute-der Rheinlandpfalztag hier bei uns fordert seinen Tribut. So viel zu sehen und zu hören-so wenig zu schlafen. Aber morgen früh laufen wir trotzdem wieder :-)

Mittwoch, 8. August 2012

1. Pfälzer Felsentrail -ein toller Tag von A bis Z !

In dem Moment wo sich der Parkplatz füllte war alles vergessen. Kein Gedanke mehr was wäre wenn nur wenige den Weg zu uns finden würden. Ich beruhigte mich.
Am Tag zuvor trafen sich schon einige von uns auf dem Beckenhof zu einem ersten Kennenlernen bzw. Wiedersehen. Bei herzhaftem Essen und kühle Getränken wurden die ersten Geschichten und Erlebnisse wiedergegeben, Neuigkeiten verbreitet und Freundschaften geschlossen. Das abschließende Highlite des Abend war dann das fulminante Feuerwerk auf dem Exe-wirklich absolut atemberaubend.
Zu Hause dann wurde bis spät in der Nacht noch einmal alles besprochen. Die Verpflegungsstände durchgegangen, die Verpflegung aufgeteilt, die erwarteten Zeiten besprochen. Auch die Planung des Transports derer die nicht ganz bis zum Schluss durchliefen wurde noch einmal genau überlegt. Nicht gerade leicht, denn wir wussten nicht wer wann den Lauf beenden würde. Also verließen wir uns aufs schätzen :-)
Das Wetter war im Gegensatz zu den Tagen zuvor absolut regnerisch vorhergesagt worden, was mich natürlich etwas betrübte. Nicht weil wird dann nicht laufen würden, nein weil dann die Sicht lange nicht so gut würde.
Doch wie hat sich der Wetterdienst getäuscht! Die Sonne schien am nächsten Morgen und es war schon um 8.00 um die 19°warm. Wir fuhren zum Hilschberghaus und sahen schon bei der Anfahrt die ersten Läufer! Und es wurden mehr und mehr! Ich kam gar nicht hinterher alle zu begrüßen wo ich sie doch größtenteils auch nur aus dem Internet kannte. Ruck-zuck waren die Parkplätze belegt und über 40 Läufer waren versammelt-Wahnsinn!
 Nach einer kurzen Ansprache meinerseits ging es los.

Wir hatten im Vorfeld beschlossen, dass Hans die Nachhut macht (damit keiner verloren geht), Stefan anfangs in der Mitte bliebe und ich die ersten Kilometer vorneweg laufen und dort bewusst das Tempo drosseln würde. Wir wollten kein Rennen sondern ein Genusslauf, denn das hat dieser Weg verdient. Nach 800m machten wir beim Saufelsen unser Gruppenbild und es sah herrlich aus, so viele Läufer hier versammelt zu sehen.
An bestimmten Punkten oder schönen Plätzen machten wir vorne auch immer wieder kurze Pausen um den langsameren Läufern den Anschluss zu sichern. Wieder erwarten klappte dies wirklich gut und nach 10km erreichten wir unseren ersten Versorgungspunkt wo allerlei aufgetischt wurde. Von Kuchen über Salzletten und Obst bis zu Wasser und Cola war alles da. Und es wurde gerne angenommen!


Hier verließen die ersten Läufer unsere Gruppe und wurden von Gabi Martin zum Hilschberghaus zurückgeführt-auf viel kürzerem Weg :-)
Wir anderen machten uns nach der Stärkung auf zum "Erobern" des Sommewaldes. Nun ging es nämlich eher bergauf. Aber was macht das ? An steilen Abschnitten wurde gegangen und auch sonst war das Tempo so, dass alle mehr oder weniger mithalten konnten. Über die Strecke an sich habe ich ja schon Dutzende Bilder gezeigt, sie ist und bleibt wie ich finde einzigartig. Ich kenne keinen Weg der so lange als Single Trail durch solch schöne Landschaft führt. Und wie sich heraus stellte wurden alle von diesem Weg "gefangen". Jedenfalls hörten wir nur positive Bemerkungen


Ein Bild von Hans
Schließlich erreichten wir unseren zweiten VP der dieses Mal von meiner Tochter und ihrem Freund erstellt wurde. Den ersten hatten freundlicherweise die Frauen von Hans (Ehefrau und Schwägerin :-) ) übernommen

Hier verließen ein paar weitere Läufer unser Feld und auch Pia beendete hier nach ca. 15km den heutigen Lauf-wir brauchten sie noch als Fahrerin beim VP 4
Der nun folgende Abschnitt wurde noch von einer großen Zahl von Läufern angegangen-dass so viele weiter laufen würden, hätte ich vorher nicht gedacht. Aber das Tempo und die Natur machten es möglich. Viele, viel Gespräche wurden schon vorher auf der gesamten Strecke geführt. "Neulinge" hörten den Erfahrenen zu und diese tauschten die neuesten Berichte über vergangene und geplante Touren aus. Natürlich wurden auch viele Fragen über das Laufen an sich erläutert-nur dass dieses mal keiner zum Laufen überredet werden musste. :-)
 Ab und zu gab es kleinere Hindernisse...

die aber gut zu bewältigen waren.
Nach ca. 25km erreichten wir unseren 3. VP an der Bärenhöhle. Über die Hälfte der Strecke war geschafft und so viele waren noch dabei :
Darunter Läufer die bisher noch nie so weit überhaupt gelaufen waren! Nach der Stärkung und der Erholung
 folgten wir dem weiteren Weg
Nun war die Gruppe deutlich kleiner geworden, aber immer noch beachtlich. Schätzungsweise 20 Läufer und Läuferinnen waren noch dabei und konnten diesen Abschnitt-für mich der schönste Abschnitt- genießen. Naturgemäß wurde nun der Läufertrupp auseinander gezogen und so bildeten sich einzelne kleine Gruppen die aber dann doch zusammen liefen.
Beim letzten Versorgungspunkt nach 34km war auch für mich der Zeitpunkt gekommen aufzuhören. Schon die letzten 4-5km konnte ich links nur noch auf dem Vorfuß auftreten da meine Plantarsehne jetzt ziemlich zickig war. 14 Läufer jedoch machten sich auf um den Rest und somit ide gesamten 45km zu rocken. Natürlich erst nach entsprechender Kalorienaufnahme :-)

Diese Mal wurden sie von Stefan geführt, der diese Strecke ebenso kannte und bei weitem fit genug war. Hier war auch das einzige Stück, dass über Aspahlt verlief-für etwa 800m, ansonsten gab es nur Naturwege!
Während die "Harten" also noch unterwegs waren, machten wir es uns schon einmal im Hilschberghaus gemütlich :-)
 Und noch immer war es traumhaftes Wetter!
Und dann, nach einer gefühlten kleinen Ewigkeit kamen die Bezwinger der kompletten Strecke ins Ziel! Leider gingen mir die ersten 3 (u.a. mit Jörg mitdem ich den Rennsteig bezwang) durch die Lappen. Sie hatten nun einen deutlichen Vorsprung gegenüber den anderen herausgelaufen, da diese so manchen Ausssichtspunkt genüsslich nutzen.
Nun waren wir komplett und die gute Stimmung zeigte sich auch daran wieviele noch nach dem Lauf anwesend waren
 Resumee:

Was für ein Tag ! es hat aus unserer Sicht wirklich alles so geklappt wie wir es geplant hatten. Dank der fleißigen Helfer wurde es ein richtiges Lauf-Fest. Unermüdlich bauten sie die Tische auf, bauten sie wieder ab, fuhren zum nächsten Punkt um sie dort wieder aufzubauen. Buken Kuchen, schnitten Obst und fuhren diejenigen die nicht mehr weiter laufen wollten zurück zum Start, bzw. führten sie dorthin zurück. Vielen Dank an Euch!
Die Reaktionen der Läufer waren absolut und ohne Ausnahme positiv, was uns natürlich besonders freute und die leicht schlaflosen Nächte mehr als aufwog. Uns war es ein Bedürfnis euch dieses Kleinod zu zeigen, euch zu "infizieren" falls ihr es noch nicht wahrt. Und wenn man nach so einem Tag mit einem Lachen zurück schauen kann, dann ist doch alles richtig gewesen. Es hat mir wieder unheimlich Spaß gemacht mit euch zu laufen, zu quatschen und zu lachen! Noch ist nicht endgültig entschieden ob und wie es nächstes Jahr sein wird, im Moment allerdings sind wir alle zu sehr euphorisiert um dies nächste Jahr nicht wieder zu veranstalten. Dazu hat es einfach zu viel Spaß gemacht.
Letztes Fazit: Die Entscheidung einen "gemeinsamen" Lauf und keinen Wettkampf daraus zu machen war absolut die richtge. Denn dies hat dieser Weg nicht verdient, dazu ist er einfach zu schön.
Alle Bilder seht ihr in meinem Post am gestrigen Tag.
So-habe fertig für den Moment. Am Freitag will ich mit Hans zusammen in Dahn starten. Ein harter 10km Lauf erwarten mich. Mal was neues ;-)